Opening Day 2019

Opening Day 2019Die Baseballer der Elmshorn Alligators starten mit einem Split (10:12, 11:1) gegen Holm in die 2. Bundesliga Saison 2019 (Foto Pixel Kolonne)

Pünktlich um 12 Uhr starteten die Elmshorn Alligators mit Ihrer Show zum Season Opener 2019 gegen die Holm Westend 69ers. Doch wie schon im letzten Jahr machte das Wetter den Echsen erneut einen Strich durch die Rechnung. „Es ist, wie es ist“ äußerte sich Vorstandsmitglied Lars Hempel enttäuscht zu den Umständen, „wir können es aber nicht ändern“.

Wie traditionell in Elmshorn üblich, wurde der Saisonstart gebührend gefeiert: Neben dem Auflaufen der Mannschaften, inklusive Einlaufkinder der neugegründeten Jugendmannschaften der Alligators, wurden die deutsche und amerikanische Nationalhymne von der Elmshorner Band, den Sixboobs, live vorgetragen. Den dann folgenden First Pitch, den ersten Wurf der Saison, übernahm unter großem Applaus Bürgermeister Volker Hatje.

 

Spielverlauf Spiel 1:


Starting Pitcher Noah Jens (21) hatte große Probleme mit den wetterbedingten Umständen und fand nie ins Spiel. Die clever spielenden und hellwachen Gäste nutzten diese Phase gekonnt aus und produzierten viele Freiläufe (8) gepaart mit harten Treffern zur richtigen Zeit. Nach nur 3 gespielten Innings war der Spielstand schon fast uneinholbar auf 9:3 für die Gäste angestiegen. Reliefer und Routinier Oliver Knaack (49) übernahm für die Alligators auf dem Mound und konnte nicht nur den schon angerichteten Schaden begrenzen, sondern gab seiner Mannschaft noch die Möglichkeit zu gewinnen, in dem er die 69ers bravourös in Schacht hielt. (5.2 IP, 4 BB, 2 R, 0 ER)

69ers Werfer, Marvin Kilic, hatte wenige Probleme mit den Schlagmännern der Alligators. Auch das Wetter machte ihm nicht viel aus, so dass er seinem Closer, Frank Röpke (der Werfer, der das Spiel zu Ende bringen soll) im 8. Inning einen komfortablen Vorsprung von 11:8 mitgeben konnte. Dieser brachte das Spiel mit einem Endstand von 12:10 über die Runden.

Zuerst ziemlich enttäuscht, dann aber auch beeindruckt zeigte sich Coach Dennis Scherfisee nach dem Spiel von seinem Team: „Diese Comeback-Qualität ist schon beeindruckend, auch wenn es am Ende nicht mehr gereicht hat. Die Einstellung und die Moral im Team stimmt. Darauf bin ich sehr stolz“ so Scherfisee.

Oliver Knaack sagte nach dem Spiel: „Das Spiel war wie ein Traum ohne Happy-End. Ich stand auf dem Hügel und genoss im Verlauf des Spiels immer mehr die großartige Stimmung und die Spannung, die sich spürbar aufbaute, je näher wir rankamen. Ich hatte Mitte des Spiels ein kleines Deja vú, als ich plötzlich an unser allererstes Baseball-Spiel, am 2. April 1989 auf dem Friedrich-Ebert-Platz denken musste. Auch damals war die Stimmung und das Erlebnis ähnlich genial.“

Offensiv glänzten die beiden US-Importe: Robbie Ingram mit 3 Hits und einem RBI sowie Jon Smart mit 3 Hits und 3 RBIs.


Spielverlauf Spiel 2:


Die Geschichte zu Spiel 2 ist sehr schnell erzählt. Mit einer gehörigen Portion Frust und den unbedingten Willen jetzt mindestens einen Sieg dieses Home Openers zu erkämpfen, gingen die Allis ins Spiel. Pitcher Robbie Ingram (27) übernahm auf dem Wurfhügel und gab sofort die Marschrichtung vor: 5 der ersten 7 Batter schickte er mit einem Strikeout zurück auf die Bank. Ingram kam auf insgesamt 12 Strikeouts bei nur einem Hit, der allerdings auch ein RBI Triple von Kilic war. (Bemerkenswert: jeder Schlagmann der 69ers kassierte mindestens ein Strikeout!) Die Verteidigung der Alligators blieb fehlerlos und konnte zur Dominanz von Ingram die restlichen Outs beitragen.

Kuriose Szene im dritten Inning, die alle Spieler und Zuschauer den Atem stocken ließ: Bei geladenen Bases kam der Ball zum Rightfielder der 69ers geschlagen (sehr kurz), der den Ball aufnahm und zum Home Base werfen wollte. Er holte aus und warf den Ball aus sehr kurzer Distanz dem 1st Base-Coach der Alligators, Simeon Bünsow, gegen den Kopf. (Selbstverständlich unabsichtlich!) Zum Glück stand dieser mit dem Rücken zum Rightfielder, so dass er den Ball „nur“ auf der Rückseite seines Helmes abbekam. Der abgeprallte Ball rollte rund 40 Meter bis zum Warningtrack am Rightfield-Zaun zurück, so dass alle Runner die Home Plate erreichten. Bünsow ist zum Glück nichts passiert, außer das sein Helm gebrochen ist und er eine Platzwunde am Hinterkopf davon trug. Falls jemand sich noch fragt, warum die Basecoaches Helme tragen - die Frage wäre hiermit wohl beantwortet. Mit diesem 6:1 war auch der letzte Widerstand der 69ers gebrochen, die nichts mehr zuzusetzen hatten.

„Mit Spiel 2 bin ich natürlich sehr zufrieden. Was für eine Battery (Pitcher-Catcher-Duo)! Unglaublich! Es ist schön zu sehen, wie schnell sich Jon ins Team integriert hat und eine Sofort-Hilfe darstellt. Für seine Offensiv-Fähigkeiten haben wir ihn eigentlich nicht verpflichtet, aber es freut hier alle, dass er sich so eingeführt hat“ sagte Coach Scherfisee.

Jon Smart (29)  sagte selbst: „Ich hatte unglaublichen Spaß, wieder Baseball zu spielen. Das Team hat mich toll aufgenommen und mit ein bisschen mehr Glück, hätten wir beide Spiele gewonnen. Ich bin gespannt, wie sich nach 15 Innings als Catcher meine Beine morgen früh anfühlen."